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Von Rainer Schmidt
Das war’s mal wieder – es ist vollbracht. Das wichtigste Ereignis im Jahr haben wir hinter uns gebracht. Ich sehe das immer mit einem weinenden und einem lachenden Auge. Einerseits könnte man bei dem Spaß noch tagelang feiern, andererseits, geht dieses Fest natürlich auch an die Substanz, da tun ein paar ruhigere Tage danach sehr gut.
Für alle, die die Tage noch einmal Revue passieren lassen möchten, ein Bericht aus Sicht des Spielmannszugs:
Freitag, 09.Juni:
16:00 Uhr Beginn zusammen mit den Fahnenoffizieren auf dem Hof Spaeing bei sommerlichen Temperaturen. Stärke: ca. 55 Spielleute, Verpflegung bestens. Gegen 18:15 Uhr Abmarsch zum Abholen des Königspaares und des Hofstaats 2005 bei König Jörg Elsner, danach direkt weiter zum Festplatz. Bei immer noch sommerlichen Temperaturen um 18:45 kurzer Bataillonsappell, parallel Übertragung des WM-Eröffnungsspiels im Schützenheim. Anschließend Königsschießen, König wurde Axel Karnath, ein ehemaliger langjähriger Spielmannszugskamerad, Königin Karin Senf. Anschließend ein hervorragender Großer Zapfenstreich zusammen mit dem Orchesterverein Hemer. Dann noch ein paar Bierchen, das reicht dann erst einmal zum Auftakt.
Samstag, 10. Juni:
Erst einmal die weißen Hosen herauskramen, dann ging es um 09:30 Uhr zum Antreten zusammen mit der 1. Kompanie und den Fahnenoffizieren bei Olt. Hermann Behrens. Hier haben wir uns das erste Pilschen (lasst es zwei sein) genehmigt – schmeckte schon – und uns mit zwei Stücken etwas „warmgespielt“. Weiter ging es zum Festplatz, wo sich um 11:00 Uhr das gesamte Bataillon traf und in einem ersten kleinen Festzug zum scheidenden Königspaar Jörg Elsner und Gertrud Neuhaus ging. Wegen der Hitze wurde bereits am Morgen „Marscherleichterung“ gegeben, d.h., die Uniformjacke konnte im Schrank bleiben. Bei Elsners im Garten gab es dann einen Umtrunk, natürlich haben wir auch einige Stücke gespielt. Anschließend ging es zurück zum Festplatz, wo nach dem Mittagessen aus der Feldküche das Jugendkönigsschießen anstand. Hier setzte sich der Spielmannszugskamerad Sebastian Angelkorte durch, als Königin wählte er sich Kim Westhelle – natürlich auch aus unseren Reihen – aus. Selbstverständlich gab es zwischendurch immer wieder leckere „ehrliche Pilschen“, womit man allerdings bei der Hitze ein wenig vorsichtig sein musste – der Tag war schließlich noch lang.
Nach einem oder zwei Stündchen Schlaf am Nachmittag stand nun der Festball auf dem Programm. Für uns bedeutet das, um 19:45 Uhr zum Einmarsch mit den Königspaaren und Hofstaaten bereitzustehen, dann mit dem Einmarsch das Fest sozusagen zu starten und sich dann erst einmal bei ein paar Pilschen die Begrüßung und die Proklamation anzuschauen. Das geschieht natürlich alles sehr relaxed, denn das Fest ist ja noch lang.
Um 22:00 Uhr haben wir dann auf der Tanzfläche noch einige Vortragsstücke gespielt, dann konnten die Instrumente, Noten und Notenständer in die Ecke gepackt und „abgefeiert“ werden bis in die frühen Morgenstunden. Das hört sich alles sehr unspektakulär an, ist aber immer wieder bombastisch.
Sonntag, 11. Juni:
Es herrschten bereits am Vormittag hochsommerliche Temperaturen, bei so manchem Spielmannszugkameraden (-din) hatten die Worte „Aspirin“ oder „Tomapyrin“ eine gewisse Bedeutung. Um 13:30 Uhr wurde – natürlich wieder ohne Uniformjacke – zusammen mit der 2. Kompanie und einigen anderen Gruppierungen an der Schule im Schatten angetreten – die ersten Bierchen schmeckten zu gut. Danach folgte der große Festumzug durch das Dorf, wobei so mancher Tropfen Schweiß floss, aber wir haben es alle überstanden. Danach im stickig-warmen Festzelt haben wir – neben allen anderen Musikzügen, noch einige Stücke vorgetragen. Der Abend gehörte dann eher den Jüngeren von uns, die bei Musik vom DJ noch heftig abfeiern und –tanzen konnten.
Montag, 12. Juni:
Der „heilige Tag“! Morgens um 11 Uhr Besprechung des Auftritts bei Ralf Dieckmann, nachmittags ein wenig relaxen und dann ab zu Werner Sattler, für unseren Auftritt (siehe Bilder) üben, dabei Grillwürstchen und Fassbier und Spaaaaaß ohne Ende. Ein absoluter Feiertag für jede(n), der dabei ist.
Um 20.00 Uhr Einmarsch ins Festzelt und dann... unglaubbar (das Wort unglaublich ist im SZ verboten)..., die Musikband ist noch nicht da. Zu unserem Stück „Auf der Vogelwiese“ findet der Königstanz statt, es gibt „Standing Ovations“, echtes Gänsehautgefühl. Das gab es noch nie!
Anschließend Umziehen, dann unser Auftritt, das Zelt bebt! Ich bin froh, in Drüpplingsen Spielmann zu sein! Dann in voller Verkleidung ab auf die Tanzfläche und danach zum Königstresen, die Stimmung ist auf dem Höhepunkt! Irgendwann ziehen wir uns wieder „normal“ an und feiern noch bis zum Abwinken. Irgendwann ist das Fest zuende und ich muss sagen:
Feiern mit dem SZ Drüpplingsen ist absolut geil!!
RS
Zu den Bildern
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